| Datum: | | 31. Oktober 2008 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | Letzter Abflug Tempelhof (31.10.08, Ss. 1, 9, 10) |
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Sie haben seit Tagen bereits ausfuehrlich und ueberaus einfuehlsam
ueber die Schliessung des Flughafens Tempelhof berichtet, haben Sie
dafuer vielen Dank.
Vor 50 Jahren, in 1958, war ich zum ersten Mal in Berlin (West).
Danach besuchte ich die (den) Stadt(-teil) immer wieder vor dem
Mauerbau, und waehrend es den Mauer gab.
Vor knapp 32 Jahren kam ich dann um endgueltig hier zu bleiben.
Um nicht durch die DDR zu reisen, bin ich bis zur Wiedervereinigung
nach Westdeutschland immer nur geflogen.
Inzwischen Deutsche Staatsbuerger, nahm ich selbstverstaendlich an
der Unterschriftensammlung und dem Volksbegehren teil. Aber der
Erfolg blieb aus, wir haben Tempelhof nicht retten koennen, also
blieb gestern abend nur noch traurig Abschied zu nehmen.
Goodbye Tempelhof, das hatten sie niemals mit Dir machen duerfen.
Mit traurigen Gruessen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 16. August 2008 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | Neuer S-Bahnhof hat weiterhin .. Maengel (16.08.08, S. 11) |
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Mich hatte von Anfang an gestoert, dass der S-Bahnhof
Julius-Leber-Bruecke mit zwei Seitenbahnsteigen (beidseitig der Bahngleisen)
vorgesehen wurde, statt mit einem Mittelbahnsteig zwischen den zwei
Gleisen.
Abgesehen davon, dass nun Alles (Aufzug, Zugangstreppe[n], Wartehalle
und [Teil-]Ueberdachung) in doppelter Menge aufgebaut werden muss, ist
hier die einzige Haltestelle von Yorckstrasse bis Wannsee, an welcher
der Ausstieg rechts statt links ist. Fuer Passagiere auf Rollstuehlen
bzw. mit Kinderwagen, Fahrraedern, oder Koffern, ist das laestig.
Man haette einfach zunaechst zwei Gleisstrecken dort, wo jetzt die
Seitenbahnsteige sind, verlegen muessen. Waehrend danach die Zuege
ueber die neuen Gleise fuhren, haette man einen Mittelbahnsteig an
der Stelle der alten Gleisfuehrung bauen koennen. Das haette vielleicht
etwas mehr Zeit in Anspruch genommen (nicht viel mehr, da gleichzeitig
auch Ueberreste eines aelteren Bahnhofs beseitigt werden mussten),
dafuer aber die Mehrkosten fuer zweifache Bahnsteigausstattung mit
Aufzuegen, Treppen, Wartehallen usw. erspart. Oben waere dann auch
mehr Raum uebrig zum Fahrraeder-Abstellen.
Mit freundlichen Gruessen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 2. August 2008 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | "Flinke Daisy" von Klaus Kurpjuweit (02.08.08, S. 7) |
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Bravo, endlch schreibt mal jemand darueber!
Unter den Eindruecken, die ich aus der Zeit meines Verbleibs in der
ehemaligen Sovjetunion behalten habe, ist die von der paranoiischen
Informationsunterdrueckung, die dort herrschte. Stadtplaene wurden
nur sehr schemenhaft vereinfacht veroeffentlcht, Strassennamenschilder
und Richtungshinweise fehlten oft, oder waren unuebersichtlich.
In jeden Besucher sah man wohl einen Spion, dem man es nicht auch noch
den Weg zu finden leichter machen zu muessen meinte.
Daran wurde ich erinnert, als ich zum ersten Mal in unserem neuen
Hauptbahnhof den Weg suchte, und immer wieder wenn ich dort sein muss.
Nun ist es mir natuerlich klar, dass das woran der Architekt litt
mitnichten als "Paranoia" zu bezeichnen waere. Eher ist das so wie
in den Warenhaeusern, die alle drei oder vier Monate die Warenauslagen
gruendlich veraendern, damit die Kaeufer erst durch den halben Laden
herumirren eher sie das finden was sie suchten. Angeblich soll das
sie dazu animieren, auch andere Sachen zu kaufen, was ich jedoch an
meinem Beispiel nicht bestaetigen kann (eher aergere ich mich, und
kaufe das, was ich wollte, im Laden gegenueber).
Im Hauptbahnhof soll wohl der Passagier durch den ganzen Bahnhof
irren um ihn zu zwingen, dessen volle architektonische Pracht (und
dementsprechend auch die unvergleichliche Genie des Architekten) aus
allen Blickwinkeln zu bewundern. Das wird wohl auch der Grund sein,
weshalb man so wenig Sitzbaenke auf den Bahnsteigen hat. Der auf seinen Zug
wartende Passagier soll sich gefaelligst nicht sitzend bequem machen,
sondern die Zeit dazu benutzen, einen Pilgertour durch diesen Tempel
aus Luft und Raum zu absolvieren. Aber was machen die Undankbaren?
Sie haengen trotzdem nur da herum, waehrend die juengeren unter ihnen
sogar einfach auf dem kalten Betonboden sitzen!
Ach, ja, frueher war natuerlich alles besser. Genau, am Bahnhof Zoo:
Reichlich Sitzbaenke, alles schoen uebersichtlich, leicht auffindbare
Abfahrt- und Ankunfttabellen, usw. Ich weiss warum die internationalen
Zuege dort nicht mehr anhalten duerfen. Es wuerde sonst niemand mehr am
Hauptbahnhof ein- und aussteigen wollen.
Mit freundlichen Gruessen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 18. Mai 2008 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | Wannsee ist wie Abu Simbel (18.05.2008, S. 1) |
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Hihi....
Zum Glueck gibt es da aber sichere Abhilfe:
Das Bundesverwaltungsgericht sollte doch einfach feststellen, dass der
Flughafen BBI Schoenefeld nur dann in Betrieb genommen werden darf, wenn
das Strandbad Wannsee fertigsaniert ist.
Begruendung? Na wenn Alle mit Badehose und Schwesterlein nach Mallorca
fliegen muessten, wuerde das doch die BBI voellig ueberbelasten!
Natuerlich koennte man auch einen Volksentscheid herbeifuehren, aber ob
denn das ernst genommen wird scheint irgendwie dahingestellt.
Mit freundlichen Gruessen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 8. November 2007 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | Luftbrücke lebt (08.11.2007, S. 44) |
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Könnte man nicht wenigstens mit dem Schließen des Flughafens
Tempelhof so lange warten, bis der letzte Rosinenbomber-Pilot
nicht mehr unter uns weilt, damit er das nicht mehr mitbekommen muss?
Mit freundlichen Grüßen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 14. Juli 2002 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | Wen kümmert das Rauchverbot? (14.07.02 / Lesermeinung) |
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Bravo, endlich sagt jemand etwas! Die Ausflüchte des Herrn vom "Vorstand
Betrieb" sind wenig überzeugend.
Auf vielen U-Bahnhöfen hängen überhaupt keine Rauchverbotsschilder. Wenn
sie denn vorkommen, sind sie an der Wand gegenüber vom Platform angebracht
statt dort, wo potentielle Raucher stehen oder sitzen. Dafür werden an
allen Bahnhöfen bequem neben den Sitzbänken Aschenbehälter bereitgestellt
als diskrete Einladung zum Rauchen.
Gelegentlich ertönt über Lautsprecher die Bitte, man möge doch das Rauchverbot
beachten, aber von einer sexy Frauenstimme derart neckisch vorgetragen, dass
jedes Mannsbild in Hörbereich den unwiderstehlichen Zug erlebt, sofort eine
Glimmstengel anzuzünden.
Kurzum, wenn ich für den Betrieb zuständig wäre, und alles daran tun wollte,
ein unbeliebtes Rauchverbot zu untergraben, würde ich wahrscheinlich genau so
vorgehen, wie das zur Zeit geschieht
Mit freundlichen Grüßen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 18. April 2001 |
| An: | | Den Tagesspiegel |
| Betreff: | | Besirksnummer statt Namen? |
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Die ganze Aufregung verstehe ich wirklich nicht. Zumindest Westberliner
müssten sich noch an die Zeit vor Einführung der bundeseinheitlichen
Postleitzahlen erinnern, als unsere Stadthälfte in numerierte
Postzustellbezirke unterteilt war: 12 war in Charlottenburg, 42 Tempelhof,
44 Neukölln, usw. Und was Soho für London, und Rive gauche für Paris, das
war bei uns doch SO-36 (Süd-Ost + 36, die Postzustellnummer in Kreuzberg).
Nummer-Bezirke bieten den Vorteil, dass Namen wie Prenzlauer Berg als
traditionelle Stadteilbezeichnungen, frei von bürokratischen Eingrenzungen,
weiterleben können. Für die bürokratisch-hierarchische Gliederung hätte
man, ganz passend, die jeweilige Nummer. Das wäre auch praktisch für
Eintragungen im Telefonbuch oder Anschriftsangaben auf Werbeplakaten, denn
nur von den allerwenigsten 5-stelligen Postleitzahlen weiß man auswendig,
welchen Stadteilen sie zugeordnet sind.
Mit freundlichen Grüßen,
Waruno Mahdi
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| Datum: | | 12. April 2000 |
| An: | | Den Spiegel |
| Betreff: | | 15/2000: Haupstadt: Mehltau auf Magic City |
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Berlin, wie Sie schreiben, ist im Hauptstadt-Ranking auf Platz vier
geklettert, hinter London, Paris und Rom. Die gegensätzlichen
Reaktionen der jeweiligen Stadverwaltungen auf die Schockwirkung dieser
doch überaus erfreulichen Entwicklung scheint den Tenor Ihres Berichts
zu bestätigen.
In London beschloss man die nächtliche Sperrstunde für Gastwirtschaften
aufzuheben. In Berlin will man sie dagegen neu einführen.
Die hierfür vorgeschobene medizinische Begründung, übrigens, ist ein
wahrhaft brillianter Kabinetstück der Statistik-Aufbereitung, der
einen würdigen Platz in zukünftigen Lehrbüchern verdient.
Berlin hat diesen Stoß in den Rücken aber wirklich nicht verdient.
Mit freundlichen Grüßen,
Waruno Mahdi
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